Ruhestands-Rechner

Ruhestandskapital berechnen: Versorgungslücke und Bandbreiten

Verbinden Sie gewünschte Ausgaben, sichere Einkünfte, Inflation, Anlagedauer und Entnahmerisiken zu nachvollziehbaren Szenarien.

Vorausschauende Planung von Ruhestand und Vermögen

Verbinden Sie gewünschte Ausgaben, sichere Einkünfte, Inflation, Anlagedauer und Entnahmerisiken zu nachvollziehbaren Szenarien.

Ruhestandsplanung

Kapitalbedarf für eine Versorgungslücke modellieren

Übersetzen Sie heutige Ausgaben und erwartete sichere Nettoeinnahmen in eine inflationsbereinigte monatliche Lücke zum Ruhestandsbeginn.

Monatliche Lücke heute
Lücke zum Ruhestandsbeginn
Modelliertes Zielkapital
Summe modellierter Entnahmen

Ändern Sie die Werte und berechnen Sie Ihr Szenario.

Versorgungslücke ermitteln

Schätzen Sie Ruhestandsausgaben in heutiger Kaufkraft und stellen Sie gesetzliche, betriebliche und private sichere Einkünfte gegenüber. Berücksichtigen Sie unterschiedliche Startzeitpunkte, Steuern sowie Kranken- und Pflegekosten.

Beginnen Sie mit einem Ausgabenbudget in heutiger Kaufkraft und trennen Sie notwendige, veränderliche und einmalige Posten. Ziehen Sie nur solche Renten oder sonstigen Einkommen ab, deren Beginn, Höhe und Bedingungen nachvollziehbar dokumentiert sind. Renteninformationen sind Prognosen und können sich durch Beiträge, Anpassungen und persönliche Umstände verändern. Planen Sie außerdem Übergangsphasen, falls Ruhestand, Rentenbeginn und Fälligkeit privater Verträge nicht auf denselben Termin fallen.

Kapitalbedarf modellieren

Rechnen Sie mehrere Lebensdauern, Rendite- und Inflationspfade. Besonders in den ersten Entnahmejahren kann eine ungünstige Renditereihenfolge das Portfolio stärker belasten als eine gleiche Durchschnittsrendite zu einem anderen Zeitpunkt.

Modellieren Sie Entnahmen nicht als ewige gleichmäßige Rendite. Der Kapitalbedarf hängt von Dauer, Inflation, Kosten, Steuern, Rendite und Reihenfolge der Marktjahre ab. Rechnen Sie ein ungünstiges Szenario mit frühem Kursrückgang und längerer schwacher Phase. Trennen Sie einen kurzfristigen Ausgabentopf von langfristig investiertem Kapital. So wird sichtbar, wie viel Liquidität Schwankungen überbrücken soll und welcher Anteil weiterhin Marktrisiko tragen kann.

Flexibilität einbauen

Planen Sie Liquiditätsreserve, anpassbare Ausgaben und regelmäßige Überprüfungen. Renten- und Steuerangaben ändern sich; aktuelle persönliche Auskünfte sind verlässlicher als pauschale Onlinewerte.

Bauen Sie Anpassungsmöglichkeiten ein: variable Ausgaben, späterer Ruhestand, Teilzeiteinkommen, niedrigere Entnahme oder eine veränderte Vermögensaufteilung. Legen Sie vorab fest, welche Stellschraube bei einer Abweichung zuerst genutzt wird. Berücksichtigen Sie Pflege-, Wohn- und Gesundheitsrisiken als eigene Prüffragen, ohne pauschale Beträge zu erfinden. Ein belastbarer Plan enthält Reserven und Regeln, nicht nur einen rechnerischen Kapitalwert am ersten Ruhestandstag.

Den Ruhestandsplan regelmäßig fortschreiben

Vergleichen Sie jährlich tatsächliches Vermögen, neue Renteninformationen, Ausgaben und verbleibende Laufzeit mit dem Modell. Aktualisieren Sie Annahmen einzeln und bewahren Sie frühere Versionen auf. Dadurch erkennen Sie, ob eine Lücke aus geänderten Lebenszielen, Inflation, Sparleistung oder Marktentwicklung stammt und können gezielt reagieren.

Kurz vor dem geplanten Ruhestand wird die Zahlungsplanung wichtiger als die durchschnittliche Endrendite. Ordnen Sie die ersten Jahre konkreten, verfügbaren Mitteln zu und prüfen Sie Fälligkeiten von Verträgen. Größere rechtliche, steuerliche oder versicherungsbezogene Entscheidungen sollten rechtzeitig fachkundig geprüft werden. Der Rechner liefert dafür Fragen und Szenarien, keine verbindliche Entnahmerate.

Erstellen Sie neben dem Kapitalwert einen Zahlungsplan für die ersten Ruhestandsjahre. Ordnen Sie erwartete Renten, Vertragsleistungen und liquide Töpfe konkreten Ausgaben zu und markieren Sie Unsicherheiten. Prüfen Sie, wie eine frühe schwache Marktphase, höhere Inflation oder größere Einmalausgabe den Plan verändert und welche vorab definierte Anpassung möglich wäre. Bewerten Sie jährlich nicht nur das Depot, sondern auch Ausgaben, Gesundheit, Wohnen und verbleibende Flexibilität. So bleibt die Ruhestandsplanung handlungsfähig, wenn die Realität vom Durchschnittsszenario abweicht.

Prüfen Sie außerdem, wer bei Krankheit oder eingeschränkter Entscheidungsfähigkeit Unterlagen und Zahlungsplan nachvollziehen kann. Eine geordnete Dokumentation und passende Vollmachten sind organisatorische Bestandteile der Ruhestandsvorsorge.

Für die abschließende Praxisprüfung verwenden Sie nur Unterlagen und Zahlen mit klarem Standdatum. Beantworten Sie schriftlich: Welche notwendigen und flexiblen Ausgaben gelten in heutiger Kaufkraft? Welche Renten und sonstigen Einkommen sind mit Standdatum belegt? Wie wirkt eine frühe schwache Marktphase während laufender Entnahmen? Welche Ausgaben oder Zeitpunkte könnten bei einer Abweichung angepasst werden? Halten Sie zu jeder Antwort Quelle, Unsicherheit und mögliche nächste Handlung fest. Bleibt eine Kernfrage unbeantwortet, wird die Entscheidung vertagt oder verkleinert; eine optimistische Annahme schließt die Lücke nicht.

Häufige Fragen

Welche Lebenserwartung soll ich verwenden?

Rechnen Sie mit mehreren, auch langen Szenarien. Individuelle Gesundheit ist unsicher und statistische Durchschnittswerte sind keine persönliche Prognose.

Welche Entnahmerate ist sicher?

Keine feste Rate ist unter allen Markt-, Inflations- und Laufzeitbedingungen sicher. Nutzen Sie Bandbreiten und flexible Regeln.

Wie berücksichtige ich die gesetzliche Rente?

Verwenden Sie die aktuelle Renteninformation als dokumentierten Ausgangspunkt und modellieren Sie Abweichungen bei Beiträgen, Beginn und Kaufkraft. Prüfen Sie persönliche Fragen bei der zuständigen Stelle.

Was ist Reihenfolgerisiko?

Frühe Verluste während laufender Entnahmen können das Kapital stärker belasten als dieselben Verluste später, weil weniger Vermögen an einer möglichen Erholung teilnimmt.

Quellen und weiterführende Informationen

Aussagen mit Zeitbezug sollten Sie anhand der verlinkten Originalquellen auf ihren aktuellen Stand prüfen.

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